VOC-Oxidation bei niedrigeren Reaktionstemperaturen

Katalytische Nachverbrennung

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Wenn der Abluftstrom zum Katalysator passt

Katalytische Nachverbrennung kommt infrage, wenn die Zusammensetzung der VOC-belasteten Abluft bekannt, stabil und für den Katalysator geeignet ist. Der Katalysator senkt die erforderliche Reaktionstemperatur und ermöglicht damit eine Abluftreinigung mit geringerem Energieeinsatz als bei einer rein thermischen Oxidation. Im Vergleich zur thermischen Nachverbrennung ist die KNV stärker an die chemische Eignung des Abluftstroms gebunden; im Vergleich zur regenerativen Nachverbrennung steht weniger die Wärmespeicherung, sondern die katalytische Reaktion im Mittelpunkt. Entscheidend ist die genaue Prüfung der Inhaltsstoffe: Schadstoffbeladung, Temperaturfenster und mögliche Katalysatorgifte bestimmen, ob das Verfahren technisch sinnvoll eingesetzt werden kann.

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Katalytische Nachverbrennungsanlagen VEN CLEANAIR KNV

Katalysator, Prozessluft und Anlagenführung im Zusammenspiel

VEN CLEANAIR KNV Anlagen werden um den konkreten Abluftstrom herum ausgelegt. Dazu gehören Katalysatorauswahl, Vorwärmung, Luftführung, Temperaturüberwachung und der Schutz des Katalysators im laufenden Betrieb. So steht nicht nur die Reaktion im Fokus, sondern die Frage, wie der Katalysator dauerhaft unter geeigneten Bedingungen arbeiten kann.

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Die Vorteile der katalytischen Nachverbrennung

Katalytische Nachverbrennung eignet sich für definierte VOC-Abluftströme, bei denen Inhaltsstoffe, Konzentrationen und Temperaturfenster verlässlich bewertet werden können. Genau diese Eignungsprüfung entscheidet darüber, ob KNV technisch und energetisch sinnvoll ist.

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Niedrigere Reaktionstemperaturen

Der Katalysator ermöglicht die Oxidation organischer Bestandteile bei geringerem Temperaturniveau als eine rein thermische Nachverbrennung.

Gezielte Auslegung auf den Abluftstrom

Die KNV wird nicht pauschal dimensioniert, sondern auf VOC-Zusammensetzung, Konzentration, Temperaturfenster und Prozessstabilität abgestimmt.

Geringerer Energieeinsatz bei passenden Bedingungen

Wenn der Abluftstrom katalysatorverträglich ist, kann die KNV den Energiebedarf im Betrieb deutlich reduzieren.

Frühe Bewertung kritischer Inhaltsstoffe

Katalysatorgifte oder störende Bestandteile werden bereits vor der Auslegung geprüft, um Standzeit und Betriebssicherheit abzusichern.

Stabiler Betrieb bei definierten Prozessen

Bei gleichmäßiger Abluftzusammensetzung und konstanten Betriebsbedingungen arbeitet die KNV kontrolliert im vorgesehenen Reaktionsfenster.

Ergänzende Verfahren der Abluftreinigung

Abluftsysteme lassen sich durch Adsorption, Aufkonzentration und Energierückgewinnung erweitern. Diese ergänzenden Verfahren ermöglichen eine Effizienzsteigerung bei bestimmten Abluftsituationen und unterstützen eine energieoptimierte Anlagenfahrweise.

Adsorption und Aufkonzentration
 

Für die Aufkonzentration kommen Zeolith-Rotoren zum Einsatz, die VOC aus großen, schwach belasteten Abluftströmen adsorbieren. Die konzentrierte Abluft wird anschließend thermisch oxidiert, was den Energiebedarf des Hauptverfahrens senkt und die Systemeffizienz verbessert.

Energierückgewinnung in Abluftsystemen
 

Über Wärmetauscher oder regenerative Speicher lässt sich thermische Energie aus gereinigter Abluft zurückgewinnen. Diese Wärme kann in Trocknern, Prozessluft oder zur Hallenbeheizung genutzt werden und reduziert den Gesamtenergiebedarf deutlich.

Verfahren der Nachverbrennung im Überblick

Nachverbrennungsverfahren oxidieren VOC zuverlässig zu CO₂ und Wasser. Je nach Abluftstrom, Belastung und Energiebedarf kommen drei etablierte Verfahren zum Einsatz. Die folgende Übersicht erleichtert die Auswahl für Anwendungen wie z. B. in Lackierung, Trocknung und Klebstoffauftrag.

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Katalytische Nachverbrennung KNV

Typische Anwendung
Kleinere bis mittlere Abluftströme mit gleichmäßiger Belastung
Temperatur / Technik
250–350 °C dank Katalysator
Energieeffizienz
Hoch
Besonderheiten
Kompakte Bauweise, wirtschaftlich bei stabilen VOC-Werten
Leistungsbereich
ca. 500–20.000 Nm³/h

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Thermische Nachverbrennung TNV

Typische Anwendung
Stark schwankende oder hohe VOC-Belastungen, partikelhaltige Abluft
Temperatur / Technik
> 750 °C, robustes thermisches Verfahren
Energieeffizienz
Mittel
Besonderheiten
Sehr tolerant gegenüber Lastwechseln und Partikeln
Leistungsbereich
ca. 800–32.000 Nm³/h

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Regenerative Thermische Oxidation RTO

Typische Anwendung
Große Abluftvolumenströme mit niedrigen bis mittleren VOC-Gehalten
Temperatur / Technik
> 800 °C, keramische Wärmespeicher
Energieeffizienz
Sehr hoch (autotherm möglich)
Besonderheiten
Höchste Wärmerückgewinnung, niedrige Betriebskosten
Leistungsbereich
ca. 1.000–70.000 Nm³/h

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Cord Brönneke

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